Bärbel Möllmann

Foto · Installation / Environment
19./20. September · Kunstpunkt 194
Walzwerkstraße 14 · Eingang Stephanstraße 10
Atelierhaus Walzwerkstraße
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baerbel-moellmann.de
instagram.com/baerbelmoellmann
hallo@baerbel-moellmann.de
Tel. 0173.702 73 95
Atelier B2-5 gemeinsam mit Joanna Kischka
01936
Camera obscura  Klosters der barmherzigen Bröder zu Montabaur · 2020 · Raumansicht · Installationsansicht: Sehnsucht nach dem Jetzt im Schloss Biesdorf, Berlin · 2020 · (aktuell laufend)
Seit 1996 arbeite ich mit der mit der Camera obscura, bzw. einer Lochkamera. In meiner künstlerisch Arbeit beschäftige ich mit dem gesellschaftlichen Wandel, oft in Bezugnahme vonInterviews und in Kombination mit Lochkamera Portraits oder Landschaftsaufnahmen. Die eingereichten Fotografien entstanden alle in Räumen, die in eine Camera obscura umgebaut wurde. In den Arbeiten geht es mir nicht nur um die entstehende Aufnahme, sondern, um den Prozess und die Wahrnehmung von Wirklichkeit.
Wie entsteht das Bild? Wie nehmen wir den Moment wahr, in dem das Bild entsteht? Wie lange ist ein Moment? Was sieht der Fotograf? Was sieht der Betrachter in dem Bild?
Ende der 90er Jahre entstand eine weit gefasste Debatte, die als „pictural turn“ bezeichnet wird, in der die Camera obscura als Ausgangspunkt der Sichtweise gesehen wird. Es wird das Verhältnis der Wahrnehmung der Welt, der Reproduktion dieser und der dazugehörigen Reflektion ausführlich und mit verschieden Blickwinkeln diskutiert. So formulierte William John Thomas Mitchell die Fragen: Was ist ein Bild? Er orientierte sich an der Materialität des Bildes und möchte die Wende zum Bild mit sozialen und politischen Fragen verbinden. Jonathan Crary fügte in Techniken des Betrachters: Sehen und Moderne im 19. Jahrhundert, noch die Reflektion, der Innen- und Außenwelt hinzu. Ausgehend von dieser Diskussion sind die eingereichten Arbeiten entstanden.